Gedanken zu den Werten

Wo sind unsere Werte hin wie Liebe, Freundschaft, Ehe, Treue und Wahrhaftigkeit?

Wichtiger denn je in dieser schnelllebenden Zeit ist, dass die Familie zusammen hält, dass man Freundschaften pflegt und herausfindet, was wirklich wichtig und was unwichtig ist.
Der bekannte Spruch: Weniger ist mehr, findet fast keine Beachtung mehr. Alles muss man haben und alles muss man mitmachen und das sofort. Aber es gibt bei den vielen Überangeboten auch eine Unentschlossenheit, die Angst macht. Man will sich nicht mehr für etwas festlegen oder sich nicht mehr 100% ganz einbringen, denn man könnte ja etwas anderes dann womöglich verpassen. Ein junger Mann schrieb in einer Zeitung, als er dort als Volontär arbeitete, einen interessanten Beitrag über die Unentschlossenheit der jungen Generation:
Wir 20-30Jährigen sind eine Generation ohne Eigenschaften. Gut ausgebildet, aber ohne Plan, ohne Mut, ohne Biss. Weil alles möglich ist, sind wir heillos überfordert.“ Weiter schrieb er: “ Die in den 80er-Jahren geborene und die im Digitalzeitalter aufgewachsene Generation habe vergessen, wie man Entscheidungen treffe.“
Das trifft genau den Punkt. Alles ist möglich, alles ist erlaubt, aber bitte ohne irgendeine Verpflichtung und einer Bindung.

Es hat sich ein Lebensstil heraus gemausert, der ehe- und freundschaftsfeindlich ist.
Mal an dem Ort, mal an jenem Ort, aber ja nicht mehr bodenständig sein. Um Himmels Willen ja keine Bindung eingehen, die grenzt ja nur ein. Nur etwas einmal für den schnellen Bedarf und schnell jemanden für eine Nacht für das „Bett“ findet man doch ganz leicht. Viele Singlehaushalte in der modernen Gesellschaft zeugen davon.
Wer sich mehr als zwei Kinder anschafft, gilt schon als (übertrieben gesagt) asozial. Was, Heiraten? Nein Danke. Es gibt eine Bindungslosigkeit, die schon so weit geht, dass die Eltern zum Schluss abgeschoben werden und irgendwo im Heim allein und einsam sterben müssen. Ich habe nichts gegen diese Pflegeheime und bin froh, dass es diese gibt. Da meine Schwiegermutter selbst in ein Pflegeheim wollte und ich sie in der Woche mindestens regelmäßig zwei bis dreimal besuche, weiß ich aber wovon ich rede.  Väter oder Mütter die von ihren Kindern „hingelockt“ wurden, ohne zu wissen, dass sie für immer dort bleiben mussten. Ich habe deshalb einige Gespräche geführt und Tränen gesehen von abgeschobenen Eltern, die nie oder nur selten Besuch bekamen.
Das andere Extrem ist: Wenn man sich schon für Kinder entscheidet, dann ist es „selbstverständlich“, dass man so schnell es nur geht  in den Beruf wieder zurückkehrt. Man darf ja den Anschluss und die Selbstverwirklichung darin nicht verpassen. Das Geldverdienen ist oft so wichtig, dass man zugunsten der Kinder nicht auf Extravaganzen verzichten kann. So gibt man sie lieber in staatlichen Einrichtungen oder zu Pflegepersonen. Doch das ist aber eine dumme, ja gefährliche Auffassung.
Man verzichtet ja nicht, wenn ich die Zeit mit den Kindern zu Hause verbringe, zumindest die ersten paar Jahre selbst erziehe. Die Kinder bereichern doch und sind ein Geschenk. Und es gibt einen Zusammenhang: Dort, wo Eltern keine Zeit für ihre Kinder hatten, haben dieselben Kinder später keine Zeit für ihre Eltern!

Wie viel Anonymität gibt es in der Gesellschaft, aber gleichzeitig macht man alles im Internet über Facebook, Twitter und wie sie alle heißen, öffentlich. Da weiß man, dass Herr X genau um 09.00 Uhr einen „Pubs“ gelassen und Frau Y  hat 13.00 Uhr am Schreibtisch vor Müdigkeit gegähnt, aber seinen Nachbarn, der nur einen Haus weiter wohnt, kennt man nicht. Verrückt, oder? Ich poste auch gerne einmal, aber ich glaube, man muss die Relationen beachten.

Nun leben wir in dieser Welt wie sie nun einmal ist. Aber das soll doch nicht bedeuten, dass man überall „mitschwimmen“ muss, dass man kein Achtungszeichen setzen darf. Mir hilft da immer wieder das Wort GOTTES. In der Bibel ist dieser Zustand dieser Welt genau beschrieben. Der HERR warnt uns doch so gar, dass wir nicht alles mitmachen sollen, weil es uns nur schadet. ER ließ Im Korintherbrief Kap.10, 23+24 aufschreiben: Alles ist erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist erlaubt, aber nicht alles baut auf. Niemand suche das Seine, sondern was dem andern dient.
Wenn wir das beherzigen würden, sähe es in dieser Welt, in den Beziehungen zwischen Mann und Frau, zwischen Eltern und Kinder und umgedreht, in den Geschäfts- und Freundschaftsbeziehungen ganz anders aus.
Nun bin ich Realist. Wir leben noch in keinem Paradies, aber jeder hätte die Möglichkeit, etwas zu ändern, wenn er nur wollte. Das geht immer im Kleinen los.
Manchmal braucht das Mut, gegen den Strom der Meinungen zu schwimmen, das wieder neu erlernen, was echt und wahrhaftig ist. Das bedeutet, sich wieder an GOTT orientieren, den man aus den Schulen, aus den Betrieben, aus den Regierungen und erst recht aus dem persönlichen Leben geschmissen hat.
Ohne GOTT ist der Mensch orientierungslos, verbindungslos, was dadurch zur Lieblosigkeit und zu Loslösung aller Werte kommen kann. Dann hat natürlich Treue keinen Wert mehr, dann will man keine Verantwortung mehr für Kinder übernehmen und schafft sie im Babyalter zur Fremdbeaufsichtigung. Dann entzieht man sich auch der Pflicht, für seine Eltern zu sorgen, wenn sie alt sind und, und, und. Ich könnte die Palette weiter führen.
Ich habe in einer wissenschaftlichen Untersuchung gelesen, dass der Dammbruch in den 68ern Jahren bei der Studentenrevolte geschah, als plötzlich alles umgekehrt wurde. Nichts war mehr so wie vorher. Auch da galt: Keinen GOTT über uns wollen wir dulden, keine Enge, keine Eingrenzung, nur das „Ich“ zählte. Man programmierte: Freie Liebe ohne einen festen Partner bis zum Gruppensex. Eltern sah man nur als „Erzeuger“. Autoritäten wurden untergraben bzw. abgeschafft. Man ging für alles auf die Straße, alles oder nichts für eine angebliche Freiheit, die sie selbst nicht einmal beschreiben konnten und sie merkten gar nicht wie ihre selbstgebastelte „Freiheit“ sie unfrei machte.
Wir haben heute unter anderem auch deswegen dieses negative Ergebnis einer postmodernen Freiheit ohne Liebe und gegenseitige Rücksichtnahme. Viele, viele gescheiterte Beziehungen, Männer und Frauen, die zu einem tiefen, ehrlichem Gefühl kaum fähig sind und  wiederum das trauriges Ergebnis zeigt, dass ihre Kinder es auch genauso machen.
Ich möchte aber nicht bei dieser traurigen Bilanz stehen bleiben.
Man kann zu jeder Zeit immer wieder etwas ändern und das geht bei einem selbst los. Jeder kann zurück zu den alten guten Werten, die uns GOTT schenkte und immer wieder neu schenkt. Wenn ich mich ins Licht GOTTES stelle, darf ich umkehren und neu anfangen, nicht nur mit IHM, auch mit meinem Partner, meinen Kindern, mit Freundschaftsbeziehungen zu meinen Nächsten. Selbst in meiner Arbeitswelt würde sich etwas ändern, weil ich dann die Menschen bzw. den Vorgesetzen auch anders sehen würde. Wenn ich mich unter GOTTES Augen verändern lasse, hat das immer Auswirkung nach draußen.
Lassen wir es zu, dass GOTTES Shalom mich im Herzen erreicht, dann wird auch ein stückweit Shalom um mich herum sein und manche Dinge kommen wieder in die Gerade GOTTES. Das ist dann wirkliche Freiheit mitten in einer unfreien Welt.

 

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