Meine Gedanken im alten Jahr

IsraeluhrZu Beginn meines Artikels möchte ich einen Spruch von Wolfgang J. Reus zitieren:

„Ich fragte eine Schnecke, warum sie so langsam wäre.
Sie antwortete, dadurch hätte sie mehr Zeit, die Welt zu sehen.“

Diesen Spruch finde ich interessant. Er ruft ganz gewiss nicht auf, dass wir Langweiler sein – oder faul die Zeit vertrödeln sollen. Nein, er sagt uns, dass wir durchaus etwas langsamer unser Tagwerk angehen dürfen und man muss nicht dauernd in eine Hektik verfallen, die doch nur uns selbst schadet. Hektik ist nämlich die Busenfreundin der Rastlosigkeit. Die Rastlosigkeit aber gebiert wiederum Kinder wie Ungeduld und Getrieben sein. Wer aber eine Gelassenheit in sich hat, Momente der Stille in sich zulässt, das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen kann, trägt einen Schatz in sich, der unbezahlbar ist. Dieser Mensch ist wie diese Schnecke im Spruch, denn er hat vielmehr schöne Momente im Leben, trotz vollem Terminkalender.

Die meisten Leute halten sicherlich eine Rückschau, wenn das Jahr zu Ende geht.
Manche werden sagen: „Das kann doch gar nicht wahr sein, so schnell ist die Zeit wieder vergangen. Ich habe doch mein Pensum (worin das auch immer bestand) noch gar nicht geschafft. Wo ist denn nur die Zeit hin?“
Ich habe zwei Sprichworte kreiert: „Nehme dir Zeit für die Zeit“ oder
„Wer sich niemals Zeit nimmt, der wird ein Gefangener, ein Sklave seiner selbstgebastelten Zeit sein.“
Ich glaube, das haben die Menschen in unserem „ modernen Zeitalter“ verlernt, sich Zeit nehmen, sich Zeit gönnen, sich Zeit schenken lassen.
Jeder Jahresrückblick lässt die meisten immer wieder schockierend erkennen, dass ihnen die Zeit davon gelaufen wäre. Doch G`TT schenkte wie in jedem Jahr zuvor 24 Stunden an einem Tag und doch meint man wohl, dass das immer noch zu wenig war?!
Natürlich ist das Blödsinn, denn die Zeit bleibt ja immer die gleiche, nur wir Menschen haben die Zeit schon so oft „vergewaltigt“. Wir haben wohl verlernt, das Geschenk von G´TT richtig und gut zu nutzen: wie 6 Tage Arbeiten und am 7.Tag Ruhen.
Ganz sicherlich hatten wir uns  auch am Beginn von 2012 allerhand vorgenommen und jetzt in den letzten Stunden des Alten Jahres ziehen wir Bilanz: Was wurde geschafft, was blieb unbearbeitet liegen oder wurde gar hinfällig? Vielleicht stellt man resigniert fest, nur 80% statt 100% wurde erreicht.
Auch für 2013 nehmen wir uns sicherlich wieder allerhand gute Vorsätze vor. Ich schließe mich da nicht ganz aus und lasse das Jahr 2012 vor meinem geistigen Augen vorbei ziehen. Wenn mich jemanden dabei beobachten würde, könnte er an meinen Gesichtszügen beobachten, wie sich abwechselnd Freude und Trauer, Erschrecken, auch manchmal Ohnmacht oder stille Zufriedenheit und leuchtende Augen widerspiegeln.
Nein, es gab für mich kein ausgeglichenes Jahr, aber es war ein Jahr, in dem ich immer wieder G´TTES Führung spürte, ob in Freude oder auch in Traurigkeit. Natürlich gab es auch in diesem Jahr schmerzhafte Entscheidungen auf privater und geschäftlicher Seite, Enttäuschungen von Menschen, denen man vertraute. Man erinnert sich selbst, dass man anderen auch weh getan hatte, Versprochenes nicht eingelöst wurde, Dinge nicht zu Ende geführt wurden und dass man auch versagte. Wenn ich nun hier meinen kleinen Bericht beenden würde, sähe dieser niederschmetternd aus und man würde mich wohl als depressiv einstufen. Natürlich kann ich ebenso eine ganze Menge vom Schönen, guten und wertvollen Begegnungen mit Menschen berichten, vom Urlaub in Israel (und das sogar 2x) oder wie ich mit meinen Liedern manch einen Bewohner im Pflegeheim froh machen durfte. Ich könnte generell über Dinge erzählen, die mir gut gelangen, berichten von wirklich gut geschriebenen Büchern, die ich las oder vom Mitwirken in der Arbeit für Israel.
Wie schon vorher geschrieben, in und bei allem, ob bei positiven oder eher negativen Erfahrungen, habe ich gewusst, dass G`TT nie abwesend war. Denn: ER kennt mich ganz genau, meine Unzulänglichkeiten und meine Stärken. ER hat mich gesehen, wie ich lachte und auch manchmal weinte, ER bewahrte mich und meine Familie 12 Monate lang und gab mir Kraft für manches Durchalten müssen. Der HERR registrierte aber auch meine Unruhe und meine Ruhepunkte. Eines war mir immer dabei ganz klar: G`TT gab mich nicht in schlechten Zeiten auf und schenkte mir erst recht gute Zeiten 2012.
Mir war immer bewusst, dass ER, der HERR der Zeiten war, ist und sein wird und dass ER uns Menschen dieses fast vergangene Jahr 2012 schenkte. Wie ich nun diese Monate genutzt habe, gut oder weniger gut, habe ich vor meinem HERRN selbst zu verantworten. Das heißt, ich kann und darf um Vergebung bitten für das, was ich Menschen und IHM schuldig geblieben bin, ich kann IHM meine Schuld ausbreiten, dort, wo ich seine Zeit nutzlos verschwendete oder mir zu wenig Zeit für IHN und sein Wort nahm.
Aber ich darf diesem EWIGEN auch danken für Menschen, die ER mir zur Seite stellte, danken für Ereignisse, die so wunderbar mein Herz belebten, Zeiten, die mich tief prägten, erst recht Zeiten mit IHM selbst, wo ich neu lernen und reifen durfte.
Würde ich jetzt Bilanz zwischen gute und schlechtere Zeiten ziehen, käme immer wieder SEHR GUT heraus: Denn in meinem Herzen ist ein Spruch aus der Bibel gereift, den ich mit meinen Worten einmal wiedergeben möchte: Der HERR kann sogar aus den vermutlich unschönen Dingen, die mir 2012 begegneten, noch etwas Wertvolles daraus machen. Der Volksmund würde dazu sagen: „Was mich nicht umhaut, macht mich stark.“ G´TT bürdete mir im Alten Jahr nicht mehr auf als was ich nicht hätte schaffen können.
David Stern, ein amerikanischer jüdischer Bibelübersetzer schrieb das so auf: „Außerdem wissen wir, dass G´TT alles zusammenwirken lässt zum Guten derer, die G `TT lieben und berufen sind nach Seinem Plan.“ (Römerbrief 8, 28)
Dieses Wort tröstet und schenkt Kraft. Dieses Wort gibt neuen Mut und verhindert in Depressionen zu verfallen. Dieses Wort ist wie eine Perle für das neue bevorstehende Jahr 2013. Alles was mir im Alten Jahr begegnete und im Neuen Jahr begegnen wird, musste und muss erst sozusagen über den Schreibtisch G` TTES. Im Psalm 31, 15+16 steht dazu noch dieses Wort: „Ich aber, auf DICH bau ich, EWIGER, ich spreche: „Bist mein G´TT. In DEINER Hand sind meine Zeiten. (Übersetzung von Naftali Herz Tur-Sinai)
EINSCHUB: Bitte lest, bitte lesen Sie diesen Bibeltext im Zusammenhang, der zuerst für G´TTES Volk Israel gilt, für SEIN jüdisches Volk.

Diese Erkenntnis und Zusage vom HERRN selbst, dass ER ja die ZEIT erschaffen hat und diese immer und ewiglich in SEINER Hand bleibt, ist dann wie Sauerstoff einatmen in einer verpesteten Luft, wie klares Wasser schöpfen aus einer vergifteten Quelle, ist wie Zeit haben können in einer rastlosen Welt. Denn: Wenn ich mich an G´TTES Wort und an SEINE Verheißungen halte, bin ich immer auf der richtigen Seite, auf der Siegerseite. Dinge, die mir auch 2013 passieren könnten, werden mich nicht umhauen, sondern widerstandfähiger machen.
Wenn mir ganz klar ist, dass G´TT selbst der HERR über Raum und Zeit ist, dann werde ich das Neue Jahr 2013 neugierig und dankbar aus G´TTES Hand nehmen, Chancen sehen, G´TTES Zeit gut zu nutzen wissen, gerade auch das tun, was mir der HERR vor die Füße legt.
Dann sind mir die Arbeitstage genauso wichtig wie der Tag zum Ausruhen. Dann bedingt sich alles in einem wunderbaren Kreislauf wie: „Sechs Tage sollst Du arbeiten, aber am siebenten Tag darfst du Ruhen und erst recht neu in G´TTES Armen auftanken.

Bei G´TT lernen, auf ihn hören, Zeit für IHN haben, ist niemals vertane Zeit, im Gegenteil, es ist die beste und wertvollste Zeit, die wir Menschen investieren.
Es ist die Zeit, die uns seelisch und geistlich gesund macht und vor krankmachender Hektik bewahrt.

Zum Ende meines Berichtes möchte ich Euch, Ihnen ans Herz legen:
Nehmt die Zeit ernst und nehmt sie als geschenkte Zeit des großen G`TTES an.
Nehmt Euch, nehmen Sie sich Zeit und lernt vom EWIGEN, gerade was ER über und von SEIMEM Volk Israel berichtet. In der Bibel steht alles, was wir wissen müssen.
Nehmen wir uns Zeit die aktuellen Nachrichten im Lichte des EWIGEN zu betrachten.
Dann wird uns sehr schnell auffallen, was Lüge und Wahrheit ist, gerade wie und was man über Israel berichtet. Nehmen wir uns genügend Zeit für das Gebet, für das Land und Volk Israel und  für die Juden weltweit.

Nehmen wir uns Zeit für die Zeit und halten inne, damit der HERR auch 2013 mit seinem Shalom unser Leben führen kann.

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