Shoa-Gedenktag

Heute ist der Internationale Shoa-Gedenktag. Vor über 70 Jahren geschah das Unfassbare, dass Millionen von Juden hingerichtet, erschossen und vergast wurden. Es gab Todesmärsche, die auch ganz nahe an unserem Ort vorbeigingen, wo 1000ende von Juden noch erschossen wurden, vor Müdigkeit, Ausgehungert sein und wegen Krankheit zusammen brachen und dann verscharrt wurden. Jetzt regen sich Stimmen in Europa, auch gerade in Deutschland, die meinen: Des Gedenkens muss doch endlich einmal Schluss sein. Wir haben nichts mehr damit zu tun, wir sind doch eine andere Generation?! Das war doch einmal.
Aber ist es denn wirklich vorbei?
Es ist nie vorbei und darum darf es kein Vergessen geben. Es gibt zwar keine „Lager“ in diesem Sinne mehr, aber jetzt wird Israel „belagert“. Das Land wird von den Medien in die Ecke des Aggressors gedrückt und das Volk der Juden wird schon lange wieder weltweit allein gelassen. Was auch immer am Negativen auf unserem runden Globus passiert, die Juden sind wieder einmal schuld daran. Das kennen wir doch schon, z.B. die Lüge im Mittelalter, als man den Juden anhängen wollte an der „Schwarze Pest“ schuld zu sein, indem sie das Wasser vergiftet hätten. Die Lügen über die Juden haben bis heute nie aufgehört und neue werden erfunden.
Längst schon wurde wieder zum Boykott gegen Waren aus Israel aufgerufen. Ging das nicht damals auch so im Nazideutschland los? Bald darauf folgte die Kristallnacht im November 1938. Die Endlösung sollte greifen mit dem Ausblick: „Judenfreies Deutschland. Judenfreies Großreich.“ Konzentrationslager wie Buchenwald, Auschwitz, Dachau und wie sie alle hießen, schossen wie Pilze aus dem Boden mit dem einen Ziel: „Die Juden müssen weltweit ausgelöscht werden“
Jetzt heißt die Endlösung: Israel muss weg, weil es angeblich den Weltfrieden stört.
Nicht nur in islamistischen Ländern, sondern auch längst in europäischen Ländern werden verbal und auch schon körperlich Juden angegriffen.
Aber da gibt es politisch „Gutmenschgedanken“ wie: Man solle doch endlich das Alles von früher ruhen lassen, weil das doch schon so laaaaaaaaaaaaaaaaange her wäre. Schließlich hätte man doch aus der Geschichte gelernt. Wirklich??? Nichts wurde gelernt, im Gegenteil:
Es ist wie ein Teufelskreis. Nazigedankengut schlägt sich oft in den Nachgenerationen nieder, dort, wo es keine Aufarbeitung gab, wo Eltern und Großeltern triumphierend und mit Stolz ihrem „Führer“ huldigten und damit offensichtlich einverstanden waren, was den Juden angetan wurde. Mit dieser fatalen Nazitreue, auch wenn diese Leute vielleicht selbst nicht am Morden beteiligt waren, haben sie dennoch mit geholfen, dass so ein Elend über die Juden kam. Bis heute gibt es noch eine Decke des Schweigens in manch Familien und das Thema „Juden und KZ“ darf nicht angerührt werden.
Viele Menschen aus der damaligen Zeit haben ihr Wissen mit ins Grab genommen.

  
Zum Beispiel habe ich erfahren, dass mein Großvater stolz die braune Uniform als Ortsvorsteher in seinem kleinen Dorf getragen hat. Sicherlich wird er keinen Juden umgebracht haben, doch war er ein treuer Nazidiener und wusste über diese Ideologie Bescheid. Es hat mich tief getroffen, als ich das von meinem Großvater erfuhr.
Um dieses Gedankengut durchschneiden zu können, braucht es echte Buße und Umkehr, auch für die nachfolgenden Generationen, eine Stellungnahme zur heutigen Gegenwart, die längst wieder antijüdisch geworden ist.
Doch wenn ich für meine Vorfahren und mich selbst nicht Buße tue, wird dieses Falschdenken und die innerlich Aggression gegen Juden nicht gebannt und durchbrochen. Es kommt zur Erbfolge.
In der Bibel steht die Aussage: Bis ins vierte Glied wir G´TT heimsuchen, wenn keine Umkehr passiert.

2. Mose 20, 1+2
„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“

Auch ein Hitler hat sich als Gott gefühlt und sich so huldigen lassen. Diabolisch ließ er Menschen abschlachten und hatte seine Helfershelfer.  Wer meint, man solle endlich darunter einen dicken Strich ziehen und endlich vergessen, hat etwas Entscheidendes nicht begriffen. Es gibt ein Vergessen, was nie vergessen werden darf, es wirkt tödlich. Wenn man vergisst oder den Holocaust todschweigen will, das, was vor über 70 Jahren geschah, gibt man im Nachhinein Hitler noch alle Ehre.

Hier ein Video auf youtube.
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=1MzSSklOb0k#

Blick auf den Golanhöhen

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